Die GewinnerInnen der Sauren Gurke :

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2010

Die Teilnehmerinnen des 33. Herbsttreffens der Medienfrauen von ARD, ZDF, SRG und ORF 2010 in Köln sind stolz und glücklich, auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis "Saure Gurke" verleihen zu können.

Ausgezeichnet wird

"Die große ARD-Geburtstagsshow"
Autoren: Thilo Schmelzer und Martin Zellner
Regie: Thomas Klees
Redaktion NDR: Andreas Gerling
Produktion von I & U TV (Alleingesellschafter: Günther Jauch) im Auftrag des NDR
Produzent: Andreas Zaik
Sendetermine: 15. und 17. April 2010

Begründung:
60 Jahre ARD – die Show der "100.000 Höhepunkte" war ein getreues Abbild der Realität in der ARD, die ihre Zuschauer und Zuschauerinnen ungern durch zu viel kompetente Weiblichkeit verstört. Harmonische Herrenrunden auf dem Sofa wurden durch die eine oder andere Dame verziert. Um die fünfstündige Sendung nicht unnötig in die Länge zu ziehen, durften sich die Frauen kurz fassen. Von Erfolgen zu erzählen, war Sache der Herren - der begnadete Moderator Reinhold Beckmann hörte ihnen gerne zu.
Eine zeitlos schöne Sendung, deren Scherzen das Entstehungsjahr 2010 nicht anzumerken war.
Pr├Ądikat: ein langgezogener Altherrenwitz.

 

2009

Die Teilnehmerinnen des 32. Herbstreffens der Medienfrauen von ARD, ZDF und ORF 2009 in Baden- Baden sind stolz und glücklich, auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke“ verleihen zu können.

Ausgezeichnet wird

„Architektur eines Todes“

(aus der Reihe „Tatort“)
Buch: Judith Angerbauer
Regie: Titus Selge
Redaktion: Inge Fleckenstein
(HR, 06.09.2009)

Begründung:
Das wollen wir sehen – Sofias Welt: eine international erfolgreiche Frau, die ganz in ihrer Arbeit aufgeht, bestens vernetzt mit anderen erfolgreichen Frauen, mit einer schönen Geliebten und einem Rücken freihaltenden Ehemann samt wohlgeratener Kinder. Bevor uns nun aber der Neid packt und alle hoch hinaus wollen, erkennen wir: Sofia eignet sich nicht als Rollenmodell. Nach 90 Minuten ist die Geliebte tot, der Mann ein Mörder, die Kinder verstört.
Wieder einmal konfrontiert uns der „Tatort“ spannend, unterhaltend und aktuell mit gesellschaftlicher Realität!

Nur einer kann gewinnen – aber der „Wetten, dass...“- Redaktion gebührt für die Sendung vom 7. November 2009 eine lobende Erwähnung für ihren Mut. Wer hätte gedacht, dass sich Frauen auch an ihren blau besprühten Hinterteilen erkennen lassen!

 

2008

Die Teilnehmerinnen des 31. Herbsttreffens der Medienfrauen von ARD, ZDF und ORF in Wien sind stolz und glücklich auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke“ verleihen zu können.

Die Auszeichnung geht an den Programmdirektor der ARD Günter Struve für seine Programminnovation. Seinem steten Bemühen verdanken wir die Einführung frauenaffiner Formate im öffentlichen-rechtlichen Fernsehen. Vom Aussterben bedrohte Rollenklischees wurden erfolgreich reanimiert. Sie finden sich inzwischen an immer mehr Abenden zur besten Sendezeit in Werken wie „Liebe nach Rezept“ oder „Der Traum ihres Lebens“ und ganz besonders in „Ein Wink des Himmels“ aus der Reihe „Der Arzt vom Wörthersee“, gesendet am 23. März 2008 um 20.15 in der ARD und in ORF 2.
Herrlich – wie in traumhafter Landschaft schöne Menschen trotz aller Intrigen und Schicksalsschläge ihren Platz finden: die hingebungsvolle Ärztin und ihr intrigantes Gegenstück, die fürsorgliche Therapeutin, die lebenskluge Großmutter, die patente Pensionswirtin, die mutige Postbotin, die erfolgreiche Managerin, die blonde, tief dekolletierte Sekretärin. Zum männlichen Personal gehören der schlitzohrige Bürgermeister, der geniale Arzt, der falsche Pfarrer und der fiese Geschäftsführer. Nicht zu vergessen: eine Schar wohlerzogener Kinder. Eben Menschen wie du und ich, die wir ohne Günter Struve nie kennen gelernt hätten. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet.

Es gibt nur eine Saure Gurke, aber Carmen Nebel hat sich mit ihrer Show am 16.02.2008 um 20.15 in ORF 2 und ZDF einen Trostpreis verdient. Ihr einfühlsamer Umgang mit Pamela Anderson und einem Ehepaar aus dem Publikum bleibt im Gedächtnis.

 


2007

Frankfurt, den 6.10.2007:

 

Die Saure Gurke kommt in die Küche!

 

Die Teilnehmerinnen des 30. Herbsttreffens der Frauen in den Medien vom 5. bis zum 7. Oktober 2007 in Frankfurt am Main sind froh und glücklich den beliebten Fernsehpreis auch in diesem Jahr verleihen zu können.
Die Saure Gurke 2007 geht an die ZDF-Produktion

"Lafer! Lichter! Lecker!" (samstags 16:15 – 17:00, Redaktion: Eva Wahler)

Besonders gelungen: die Sendung vom 18.August 2007

 

Begründung:
Eine Appetit anregende Einladung in die Küche, wo die beiden Herren in den besten Jahren ihre Kunst zelebrieren.
Da werden aus weiblichen Gästen schon mal "Täubchen an seiner Seite" oder "nougatgefüllte Marzipanpralinen auf zwei Beinen". Und Hühnerbrüstchen bekommen eine ganz neue Bedeutung. Der Stammtisch mit seiner klaren Rollenzuteilung hat ein neues Zuhause in der Küche gefunden, der Zuschauerin aber liegt die kalorienreiche Nachmittagsunterhaltung schwer im Magen.

"Brüstchen" präsentierte auch der Weltspiegel des Bayerischen Rundfunks vom 25.2.2007 - trotzdem reicht es in diesem Jahr nur zum Trostpreis. Immerhin: Richard Schneider und sein Kameramann wissen, wie man verführerische Rundungen in einem politischen Magazin delikat in Szene setzt.

 

Nur einer kann gewinnen! - Gurkenwarnung an den NDR

 

Die Teilnehmerinnen des 30. Herbsttreffens der Frauen in den Medien vom 5. bis zum 7. Oktober 2007 in Frankfurt am Main freuen sich, mitzuteilen, dass es die NDR-Produktion „Im Greisenland“ (Redaktion: Christoph Mestmacher, Sendedatum: 19. März  2007, 23.00 Uhr) immerhin in die Endrunde des Wanderpreises „Saure Gurke“ geschafft hat.
Dem Autor Fabian Döhring ist es gelungen, die ungeheure Macht der deutschen Frauen um die 40 zweifelsfrei zu beweisen. Ihre Bildung und ihr Selbstvertrauen verhindern den Kindersegen und verursachen die demografische Katastrophe. Um den Film nicht unnötig in die Länge zu ziehen, wurde dankenswerter Weise auf die Frage nach dem männlichen Anteil an der Entwicklung verzichtet. Dass die profunde Analyse nicht gewonnen hat, lag allein an der starken Konkurrenz durch nackte Tatsachen und eloquente Köche.
Wir empfehlen, den Film für die nächsten 30 Jahre (mindestens) im Archiv zu versenken.    

 

 

2006

München, den 14.10.2006:

Zur besten Sendezeit präsentieren zwei bedeutende Köpfe - Frank Elstner und Ranga Yogeshwar - Wunder der Natur. Die Zuschauerin registriert beglückt, was sich an Frauenkörpern alles erklären lässt - wenn sie spärlich bekleidet sind oder in der Badewanne sitzen: die Kälteunempfindlichkeit des Eisbären ebenso wie die besonderen Selbstreinigungskräfte des Lotusblattes. Kein Wunder – sind doch Frauen auch „Naturwunder“, wie Frank Elstner treffend formuliert. Noch 2006 gilt die Gleichung: Mann gleich Verstand, Frau gleich Natur – vor allem im Schaumbad. So macht Wissenschaft Spaß!

 

Nur einer kann den Hauptpreis gewinnen – doch Waldemar Hartmanns Bemühungen um die Konservierung des Stammtisches sind der Jury zumindest eine lobende Erwähnung wert. Die zehn Folgen von „Waldis WM-Club“ (vom 10.6. bis 9.7.) bestachen durch seinen klaren Blick und sein Detail genaues Wissen um Aufgaben und Platz der Frauen. Wir sind beeindruckt!

 

 

 

2005

 

Die Teilnehmerinnen des 28. Herbsttreffens der Frauen in den Medien vom 11. bis 13. November in Bonn sind stolz und glücklich auch in diesem Jahr den Wanderpreis „Saure Gurke“ verleihen zu können.

Ausgezeichnet wird 2005 der Norddeutsche Rundfunk für sein Jahreswerk.

Begründung:

Zum ersten Mal in der Geschichte der Sauren Gurke wird die besondere Leistung einer Rundfunkanstalt auf verschiedenen Gebieten gewürdigt. Dem Sender gelang es, seine absolute Preiswürdigkeit unter Beweis zu stellen: sowohl in Talkshows als auch in Unterhaltungssendungen, in Magazinen und bei der Sportberichterstattung, sogar beim Spielfilm überzeugte der NDR mit einem rasanten Abbau an Qualitätsstandards und unerwarteten Rückgriffen auf chauvinistische Klischees.

Zum Beispiel „Beckmann“ – in der Sendung am 19. September glückte es, Frauen und Politik dank einer geschickten Besetzungspolitik klar zu trennen.

Zum Beispiel „Thürnaus Fettweg-Show“ – in den Sendungen zwischen Januar und März wurden durch den lockeren Umgang mit Produktnamen und Sponsoren sämtliche Shopping-Kanäle mühelos unterboten.

Zum Beispiel „Leichtathlethik-Weltmeisterschaften in Helsinki“ – in der Sendung vom 14. August bewies der Stadionreporter seine Sensibilität, indem er sich um die Familienplanung der frisch gebackenen Europarekordlerin und Silbermedaillen-Gewinnerin sorgte.

Zum Beispiel „Das!“ – die Sendung am 8. März endete mit einer beeindruckend humorfreien Glosse zum Internationalen Frauentag.

Zum Beispiel Spielfilm – „Baby“ am 4. August in der reihe „Debüt“ überraschte mit einer kunstfertigen Aufbereitung des offenbar unsterblichen Lolita-Mythos.

Gut, dass Antje das nicht mehr erleben muss!

 

 

2004

Die Teilnehmerinnen am 27. Herbsttreffen der Frauen in den Medien beim ZDF in Mainz vom 5. bis 7. November 2004 freuen sich, auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können.

Die „Saure Gurke" 2004 geht an:

die Dokumentation „Alphorn und Bankgeheimnis"
Autor: Thomas Hausner
Redaktion: Ulrike Leutheusser
Astrid Harms Erstausgestrahlt
vom Bayerischen Rundfunk am 2. Februar 2004

Begründung:

Thomas Hausner stellt in seinem 45 Minuten langen Film die Frage, wer ist der Schweizer und beantwortet sie kompetent mit Hilfe zahlreicher einheimischer Experten.
Gefragt werden:
Der Schreiner
Der Schokoladenproduzent
Der Bankier
Der Dadaist
Der Unternehmer
Der Professor
Der Fahrplanchef
Der Feuilletonchef
Der Publizist
Sein Ergebnis:
Die Schweiz - ein Volk - vier Sprachen - ein Geschlecht.Mit Fleiß und großer Ernsthaftigkeit und ohne Angst vor Scheuklappen präsentiert Thomas Hausner eine Schweiz ohne Frauen.
Was würde das Heidi dazu sagen?

Mainz, 7. November 2004

 

2003

Die Teilnehmerinnen am 26. Herbsttreffen der Frauen in den Medien in Hamburg vom 6. bis 9. November 2003 hatten auch in diesem Jahr wieder eine erfreulich große Auswahl preiswürdiger Produktionen. Die SAURE GURKE 2003
geht an das HEUTE JOURNAL vom 8. September 2003 Marietta Slomka (Moderation), Karin Catal (Bericht)

Begründung:

In 4`30 Minuten gelingt es dem ZDF HEUTE JOURNAL Millionen Frauen Lust auf Hormone zu machen. Keine Angst, meine Damen, vor Brustkrebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Obwohl Studien warnen und auf den Beipackzetteln seit 1. November die erhöhten Risiken benannt werden müssen, zitiert das HEUTE JOURNAL männliche Experten, die es besser wissen. Die Wechseljahre können eine schwere Krankheit sein. Schlaflose Frauen traktieren ihre Familien mit schlechter Laune, sind nicht arbeitsfähig, manchmal sogar lebensunfähig.. Dagegen helfen nur Hormone.

Nur einer kann gewinnen: Die Tatorte aus Berlin "Zartbitterschokolade" und München "Wenn Frauen Austern essen" gehen leer aus, auch wenn es beiden exzellent gelingt, die sexuelle Belästigung als perfide Waffe der Frauen im Geschlechterkampf zu entlarven.

 

2002

Die Teilnehmerinnen des 25. Herbsttreffens der Frauen in den Medien verleihen auch in diesem Jahr den Wanderpreis „Saure Gurke“. Ausgezeichnet wird

„Männer – das diskriminierte Geschlecht?“
aus der Reihe „Familienzeit“,
Redaktion: Gerd Niedermayer
Moderation: Wolfgang Binder
(22.1.2002), BR, 23 min.

Begründung:

Entlang des Buches „Frauen und Kinder zuerst“ von Paul-Hermann Gruner, stellt die Sendung dar, dass „Jungen ins Hintertreffen geraten“ und Männer „auf der Verliererstraße“ sind.

Tatsache ist: Mädchen machen Abitur, Frauen haben eine gute Ausbildung und sind im Beruf erfolgreich. Jungen hingegen sind die schulischen Sorgenkinder und Männer verlieren ihre Jobs in der Produktion.

Schuld an diesen gesellschaftlichen Entwicklungen ist – so sagt uns die Sendung – „der organisierte Feminismus“.

Den Ton für die Sendung setzt die Eingangscollage aus Bildern von Models und Schminkszenen, von Bomberstaffeln, Dominas und Müllmännern. Der zentrale Satz dazu: „Sind die subtileren Waffen der Frau weniger tödlich als die der Männer?“

Den Tenor der Sendung bestimmen der Buchautor als Studiogast und einseitig ausgewählte „Experten“. Gegenfragen oder Kritik finden nicht statt.

Potsdam, den 2.11.02

 

2001

Die Teilnehmerinnen des 24. Herbsttreffens der Frauen in den Medien von ARD, ZDF und ORF in Berlin sind stolz und glücklich auch im Jahr 2001 den begehrten Wanderpreis "Saure Gurke" verleihen zu können.

Ausgezeichnet wird das Fernsehspiel "Paulas Schuld"
Drehbuch: Hans Ulrich Krause
Regie: Claudia Garde
Redaktion: Karina Ulitzsch
ZDF - 15.10.2001

Begründung:

Das Kammerspiel entführt uns in die Welt der Frauen und zeigt, wie sie wirklich sind: inkompetent, neurotisch, süchtig. Der Film bietet ein breites Spektrum an Vorbildern, die wir nicht wirklich vermisst haben. Ob Gelegenheitsarbeiterin, Autorin, Lehrerin oder Fürsorgerin - sie sind allesamt Versagerinnen, laden Schuld auf sich. Opfer sind einmal mehr die Kinder. Retter: die Männer. Wie dei ex machina sorgen sie dafür, dass alles gut wird.

Wir erleben zur besten Sendezeit das Revival der Moral der 50er Jahre. Wenn Mann zu Mutter und Kind stößt, ist die Familie komplett und der Film zuende.

 

2000

Den Teilnehmerinnen des 23. Herbsttreffens der Frauen in den Medien von ARD und ZDF in Köln fiel auch dieses Jahr die Wahl nicht leicht. Sie durften einige hübsche Beispiele des traditionellen „Altherrenjournalismus“ bestaunen, der in der modernen Medienwelt überlebt hat.

Klaus Bresser, ehemaliger ZDF-Chefredakteur, hat sich als Preisträger der Sauren Gurke souverän durchgesetzt. Die Medienfrauen zeichnen ihn aus für seine Moderation der Verleihung des Hans-Joachim-Friedrichs-Preises am 24.10.2000 an Gabi Bauer, Maybritt Illner und Sandra Maischberger. Ihm ist es gelungen, in seine Moderation kunstvoll jeden Hinweis auf professionelle Qualifikation und Leistungen der Journalistinnen auszusperren.

Bei Gabi Bauer (ARD-Tagesthemen) drängte sich ihm statt dessen zuallererst die Frage auf, ob die Moderatorin nicht überschätzt werde. Maybritt Illner (Berlin Mitte, ZDF) führt er mit dem Hinweis ein: „jung, Frau, DDR – mehr geht ja fast nicht“. Klaus Bresser stellte die Fragen von gestern – glücklicherweise antworteten ihm Frauen von heute. Selbst hilfreiche Hinweise seiner Gäste ließ er unbeachtet. Bresser: „Das ist jetzt eine Frage, die man Männern nicht stellen würde.“ – Sandra Maischberger (ntv): „Dann stellen Sie sie doch nicht.“

Der erfahrene Hierarch offenbarte außerdem eine eingeschränkte Wahrnehmung der Medienwirklichkeit. „Bei Frauen im Fernsehen geht es überhaupt sehr schnell.“ Väterlich wohlwollend befand er immerhin Frauen als Interviewerinnen für geeignet: „sie sind neugierig, einfühlsam, nachfassend“. Seine Moderation ließ all das vermissen. Angesichts von Journalistinnen, die in ihren Sendungen eigene Gedanken formulieren, verließ ihn die Geduld. Selten durften die Preisträgerinnen einmal ausreden. Seine althergebrachte Herrenart, über Leistungen von Frauen schlicht hinwegzugehen, stellte er selbst bei der Journalistinnen-Ehrung zur Schau.

Das ist preiswürdig!

Die Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises

Moderation: Klaus Bresser

24.10.2000

 

1999

Die Teilnehmerinnen des 22. Herbsttreffens der Frauen in den Medien verleihen auch in diesem Jahr den Wanderpreis „Saure Gurke".

Der Preis geht 1999 an

die Sendereihe Sabine Christiansen.

Sie praktiziert Sonntag für Sonntag um 21.45 Uhr in der ARD erfolgreich die hohe Kunst des Recycelns politischer Themen - wenn auch weitgehend unter Ausschluss weiblicher Gäste.

Besonders gut veranschaulicht das die Sendung vom 26.9.1999

„10 Jahre Wende - Frust ohne Ende?"

Redaktion: Bernward Brokamp

Begründung:

Sie kam ganz ohne Gewinnerinnen oder Verliere­rinnen aus und präsentierte uns so das vertraute Gruppenbild mit Dame - liebgewonnen in Runden zu Themen wie „Computer-Crash 2000", „Bomben + Verhandeln = Frieden?" oder „Riesters Renten­ reform". Dadurch ersparten uns die Verantwortlichen weibliche Kompetenz und möglicherweise irritierende Fragestellungen. Mit dem Preis würdigen die Medienfrauen die Fähigkeiten der Macherin immer wieder von neuem, HERRschenden Ansichten in den vertrauten Denk - und Sprachschablonen zu präsentieren.

 

1998

Die Teilnehmerinnen des 21. Herbsttreffens der Frauen in den Medien verleihen auch in diesem Jahr den Wanderpreis „Saure Gurke". Ausgezeichnet wird

Reportage aus Afghanistan

von Armin Paul Hampel Redaktion: Helmut Grosse Moderation: Albrecht Reinhard 18.10.1999, wdr, 6'50 Min.

Begründung:

Armin Paul Hampel, unser Mann vor Ort, konnte uns nach den vielen Katastrophenberichten aus Afghanistan endlich zeigen, dass dort - dank Tali­ ban und deutscher Experten - die Schornsteine wieder rauchen, Wasser durch die Leitungen fließt und es sogar wieder Strom gibt. Mann kann auf der Straße sein, am Tag und in der Nacht - wie ein deutscher Fachmann bestätigt.

,Den Menschen geht es gut', aber - wie geht es den Frauen? Sie bleiben im Film völlig unsichtbar. Die ,Steinzeittheokratie der Mullahs', die schlachterprobten Turbansoldaten' findet Armin Paul Hampel mehrfach der Erwähnung wert, die - dank der Taliban - völlig entrechteten Frauen nicht mal eines Halbsatzes. Afghanistans Frauen sind aus dem öffentlichen Leben verschwunden und der Autor scheint sie nicht zu vermissen - ebenso wenig Redakteur und Moderator.

Die ,Elenden des Krieges' in Afghanistan sind Männer, und denen hilft das Rote Kreuz. Und die Frauen? Siehe oben...

 

1997

Die Teilnehmerinnen des 20. Herbsttreffens der Frauen in den Medien verleihen auch in diesem Jahr den Wanderpreis „Saure Gurke". Ausgezeichnet wird

Alptraum

(Aus der Reihe „Tatort") Buch: Bodo Kirchhoff Regie: Bodo Fürneisen Redaktion: Vera Kriegeskotte 4.5. 1997 NDR 89'27 Min.

Begründung:

Alle Chefsessel von Frauen besetzt - ein Traum? Drehbuchautor, Regisseur und Redakteurin ist es gelungen, ein Millionenpublikum zur Hauptsendezeit mit Frauen in Top-Positionen zu ködern: Die Hauptkommissarin, die Oberstaatsanwältin, die Intendantin werden dann jedoch nach allen Regeln der Kunst demontiert.

Wir lernen in 90 langen Minuten der Suche nach dem Frauenmörder, dass solche Frauen ausnahmslos inkompetent sind, kaltschnäuzig und arrogant, geplagt von sexuellen Nöten.

Merke: Erfolgreiche Frauen werden nicht geliebt. Sinnliche Frauen fangen keine Verbrecher. Frauen, die beim Aufstieg die Weiblichkeit verlieren, müs­ sen sterben. Und wer es immer noch nicht weiß: Schuld ist letztendlich wieder mal die Mutter des Täters, die berufstätig war und Frauen liebte.

Ein Tatort-Alptraum, der auf zynische Weise überkommene Weiblichkeitsstereotypen vermittelt.

Der Trostpreis geht an

• Goldkinder (aus der ZDF-Reihe „37 Grad") vom 8.4.1997. Autorin: Iris Pollatchek, Redaktion: Wolf-Rüdiger Schmidt. Der Film portraitiert zwei erfolgreiche Jungunternehmer - und diffamiert eine Tochter aus reichem Hause.

 

1996

Die Teilnehmerinnen des 19. Herbsttreffens der

Frauen in den Medien verleihen auch in diesem Jahr

den Wanderpreis „Saure Gurke". Ausgezeichnet

wird

Vom Verschwinden der Väter

Buch und Regie: Hartmut Schwenk Redaktion: Juliane Endres 18.9.1996, sdr, 43'47 Min.

Begründung:

Der Autor rechnet mit den Müttern ab, denen nach der Scheidung das Sorgerecht für ihre Kinder zugesprochen wird. Der Film denunziert diese Frauen und weckt in rührseliger Manier das Mitleid mit den verlassenen Vätern.

Hartmut Schwenk gelingt in einer perfiden Mischung von Desinformation und Demagogie die Botschaft: Mütter im Komplott mit Gerichten sind schuld an der Verrohung der Söhne, an der Brutalisierung der Gesellschaft.

Der Autor zieht Parallelen zu Schwarzen-Ghettos in den USA. Drogen und Gewalt bestimmen den vaterlosen Alltag; denn - Filmzitat: „Der Vater ist als Kulturgut abgehakt. Man weint ihm keine Träne nach". Dafür macht Hartmut Schwenk die Mütter verantwortlich.

Ein Film getragen von Frauenverachtung und Frauenhass.

 

1995

Die Teilnehmerinnen des 18. Herbsttreffens der Frauen in den Medien sind stolz und glücklich, auch 1995 wieder den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Wir ehren einen Kolle­gen für seine Dienste um den väterlichen Journa­lismus. Der Preis geht deshalb an

Fritz Pleitgen

Moderator von „Mit Power zur Gleichheit?"

UN-Frauenkonferenz in Peking

(Aus der Reihe „Presseclub")

Regie: Herbert A. Arnold

Moderation: Fritz Pleitgen

Redaktion: Rainer Krawitz

28.8.1995, wdr, 45'oo Min.

Begründung:

„Ein internationales Debakel droht", mit dieser realistischen Einschätzung der von der Pekinger Konferenz ausgehenden Gefahren führte der auffallend gut informierte Moderator in ein Herzensthema ein. Um ein lebhaftes Gespräch bemüht, fürsorglich und bescheiden, stellte Fritz Pleitgen vor allem zahlreiche Fragen und bekam Antworten, die er nicht verdiente. Dankenswerterweise ließ er sich aber durch die Kompetenz der fünf Fachjour- nalistinnen nicht beirren. Er blieb 45 Minuten lang fast er selbst und bewies so von Neuem, dass der Presseclub der ARD dringend keine Moderatorin braucht.

Nur einer konnte gewinnen. Deshalb geht der Trostpreis an

• die Unterhaltungsredaktion Fernsehen wdr, Karin Zahn (Redaktion) für die Folge „Der unheimliche Bauer" (Sendung am 17.8.1995) der Sendereihe „Giftzähne und Goldherzen" als Beispiel für mutiges und professionelles Voranschreiten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Zwischen Reality TV und „Tutti-Frutti" zeigt diese Sendung gekonnt einen schlüpfrigen Weg in die mediale Zukunft.

 

1994

 

Die Teilnehmerinnen des 17. Herbsttreffens der Frauen in den Medien sind stolz und glücklich auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Der Preis geht an:

Die Männer vom K3 - „Made in Hongkong"

Buch: Harald Vock Regie: Dietrich Haugk Redaktion: Rochus Bassauer 12.12.1993, ndr, 90'00 Min.

Begründung:

Der Krimi bietet der Zuschauerin in nervenzerren­den 90 Minuten ein verblüffend reiches Angebot an zeitgemäßen Identifikationsfiguren: Frauen - geldgierig, erpresserisch, manipulativ, verbittert oder naiv - sorgen dafür, dass der männliche Charakter in seiner natürlichen Integrität voll zur Geltung kommt. Subtil erarbeitet der lebenserfahrene Drehbuchautor Harald Vock mit der kundigen Unterstützung des Regisseurs Dietrich Haugk den tragischen Weg vom väterlich-sorgen-den Zahnarzt mit Landhaus und Familie zum Mörder eines geldgierigen weiblichen Wesens. Neben dem Zahnarzt bemühen sich ein behüteter Gebiss-Importeur, ein pantoffelheldischer Taxi­ chauffeur und ein hellblonder junger Freund zusammen mit den tapferen Männern vom K 3 um die eigentliche Botschaft des Films: Frauen wollen immer mehr, als Männer ihnen geben können. Ob als Geliebte, Gefährtin, Gattin, Mutter, Halb­schwester oder Freundin - die äußerst differen­ zierte Darstellung eines „Typus Frau" erfüllt so todsicher den hohen Anspruch gerade dieser NDR-Serie auf Wirklichkeitsnähe und Authentizität. Uns Zuschauerinnen haben die verantwortlichen Fernseh-Männer damit weitaus mehr gegeben, als wir wollten.

 

1993

Die Teilnehmerinnen des europaweiten 16. Herbst­ treffens der Frauen in den Medien sind wieder einmal stolz und glücklich, eine hervorragende Leistung männlichen Sachverstandes mit dem begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" würdigen zu können. Nach mühevoller Entscheidungsfin- dung ehren wir mit dieser Auszeichnung eine Sendung, die in besonderer Weise deutlich macht, dass Männer Geschichte(n) machen. Der Preis geht an

„Ich hab noch einen Koffer aus Berlin"

Autor: Werner Doye Redaktion: Heinz Hemming 1.9.1993, zdf, 24'46 Min.

Begründung:

Verblüffend recherchiert und historisch korrekt beweist der Autor, dass die 68er-Bewegung ohne Frauen stattgefunden hat. Dennoch schenkt Werner Doye in seinem 45-minütigen Aufklärungswerk den Frauen 6 Sekunden im Bild, 40 Sekunden im Text - und erwähnt seine Mutter. Zuschauerinnen und Zuschauer wurden 1993, ein Vierteljahrhundert nach den Ereignissen, endlich darüber informiert, dass Weiberrat und neue Frauenbewegung feministische Geschichtsklitterung sind. „Wenn's der Wahrheitsfindung dient", wie die 68er schon sagten.

Nur einer konnte gewinnen. Kein Trostpreis geht an „Gaudimax" (br, Redaktion Unterhaltung/Fernsehen) und den Moderator Gerd Rubenbauer, der kontinuierlich und eifrig, aber erfolglos um die „Saure Gurke" rang. Sein unermüdlicher Einsatz mit widerstehlichem Charme für die deutsche Stammtisch-Witz-Kultur spottet jeder (Trostpreis-) Beschreibung.

 

1992

Den Teilnehmerinnen des 15. bundesweiten Herbst­ treffens der Frauen in den Medien ist es auch 1992 nicht erspart geblieben, den begehrten Wander­ preis „Saure Gurke" zu verleihen. Der Preis geht an das

heute-Journal des zdf Moderation: Peter Voß Autor: Jürgen Grahn 4.4.1992, zdf, 18'oo Min.

Begründung:

In der Sendung ist es Peter Voß und Jürgen Grahn in klassischer Weise gelungen, ein außerordentliches Ereignis auf ein lockeres Unterhaltungsstückchen zu reduzieren. Die sensationelle Wahl der weltweit ersten evangelisch-lutherischen Bischöfin Maria Jepsen animierte Peter Voß zu der launigen Moderation: „Wie gut, dass es Maria gibt!"

Mit journalistischem Tiefgang weckt Peter Voß die Erwartung auf Information über „sanft-feministische" und - wie er es nennt - „unsanft-maskulinistische Theologie". Sein Hinweis auf den „herzhaften Disput in der hamburgischen Landeskirche" lässt die Spannung schließlich eskalieren.

Der Filmautor Jürgen Grahn ist sich der Bedeutung dieses politischen Ereignisses vollkommen bewusst. Beherzt und professionell stellt er der ersten Bischöfin die gründlich recherchierte Frage nach ihrer Lust, im Mittelpunkt zu stehen. Dann der beherrschende Aspekt des Beitrags: der Gatte der Bischöfin kommt endlich zu Wort. Auch er Pastor, nun aber Hausmann und Rückenfreihalter.

Wieder einmal hat damit eine öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung den Schwerpunkt richtig gesetzt: frei nach Apostel Paulus „Das Weib schweige im Deutschen Fernsehen".

 

1991

Die Teilnehmerinnen des 14. bundesweiten Herbsttreffens der Frauen in den Medien sind stolz und glücklich, auch 1991 wieder den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Der Preis geht dieses Mal an

Rothenbaumchaussee

Buch: Robert Müller Regie: Dietrich Haugk 30.1.1991, wdr/ndr, 106'00 Min.

Begründung:

Historisch vorbildlich und an den Fakten orientiert führten uns die beiden Herren in ihrem gemein­ samen Erguss vor, wie sich Frauen horizontal um den Aufbau der öffentlich-rechtlichen Rundfunk­ landschaft verdient gemacht haben. Radio Hamburg - 1945. Während die Männer den Rundfunk neu erfinden, bewähren sich Frauen bei den Aufgaben, denen sie wahrhaft gewachsen sind: kochen, tippen, verführen, anschaffen. Auf der Basis des wirklichen Geschehens (Zitat) heilten uns die Verantwortlichen von dem Wahn, dass Frauen in den Medien der Nachkriegszeit tragende Rollen gespielt hätten.

Endlich eine öffentlich-rechtliche Ohrfeige ins Gesicht der vielen Kolleginnen, die die Aufbauarbeit nach '45 geleistet haben.

Ein Trostpreis geht an

• Tutti Frutti (rtl plus), weil es diese Sendung immer noch nicht geschafft hat, uns zu erregen.

 

1990

Die Teilnehmerinnen des 13. Herbsttreffens der Frauen in den Medien verleihen in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" dem

Chefredakteur des sdr, Ernst Elitz

Moderator von „Thailand: Kinderprostitution" (Aus der Reihe „Weltspiegel") Redaktion: Peter Gatter 16.9.1990, sdr, 6'25 Min.

Begründung:

Elitz ist es gelungen, scheinbar Unverbundenes zu verbinden, unbegreiflich Grausames mit markt­ wirtschaftlichem Sinn zu füllen. Für diesen Akt der Sinngebung ist ihm zu danken. Dies gelang ihm in der Moderation des Weltspiegels vom 16.9.1990, wo er als intimer Kenner männlicher Bedürfnisse von amerikanischen Soldaten in Saudi-Arabien den Bogen zur Mädchenprostitution in Thailand schlug. Mit Bewunderung muss anerkannt werden, wie er es fertig gebracht hat, den schier unfassbaren, menschenverachtenden Handel mit thailändischen Mädchen auf den lapidaren Satz zu reduzieren, dass „ein Mädchen, das sich verkaufen lässt, in Thailand so gut wie ein Bausparvertrag ist".


Kein Trostpreis:

Unsäglich und indiskutabel finden die Medien­frauen die öffentlich-rechtliche Antwort von Radio Bremen auf „Tutti-Frutti". Die Show „Kanapee" empfehlen sie dem Landesrechnungshof zur Prü­fung. Es besteht dringender Verdacht auf Ver­ schwendung von Rundfunk- und Fernsehgebühren

 

1989

Die Teilnehmerinnen des 12. „Herbsttreffens" der Frauen in den Medien sind stolz und glücklich, auch 1989 wieder den begehrten Wanderpokal „Saure Gurke" verleihen zu können. Der Preis geht diesmal an:

Madrid, Madrid, Madrid

Moderation: Wolf Hanke Redaktion: Heiner Schölling 8.4.1989, hr, 40*00 Min.

Begründung:

Der Korrespondent Wolf Hanke zeichnet in seinem gelungenen Beitrag ein umfassendes Bild der spa­nischen Frau von heute.

Die emanzipierte Spanierin schrubbt nicht mehr zu Hause, sondern kehrt den Müll von der Straße, um sich eine Putzfrau leisten zu können. Sie regelt nicht leichtfertig den Verkehr, sondern behindert ihn als schwergewichtige Polizistin. Als Soldatin funktioniert sie den Kasernenhof zum Kontakthof um und liebt es, nebenbei Bomben zu entschärfen. Verbindendes Element zwischen der einfachen Frau aus dem Volk und der anbetungswürdigen Mo­ narchin ist die Zigarette. Königliche Hoheit raucht ab und zu nach dem Bankett, alle anderen emanzipierten Spanierinnen paffen ununterbrochen auf der Straße. Ole!

 

Nur einer kann gewinnen, deshalb geht der Trostpreis an

• die WDR-Sendung „Geld oder Liebe" vom 28.9.1989. Moderation: Jürgen von der Lippe, Redaktion: Michael Bleichenbach In gewohnt feinsinniger Weise gelingt es Jürgen von der Lippe, allseits bekannte Vermarktungs­ strategien der Partnerwahl in schlüpfrig-launische Spielchen umzusetzen. Besonders amüsant gerät dabei ein wissenschaftlich fundierter Test mit einer Frau aus dem Publikum als beglückte Versuchsperson. Er belegt überzeugend die Ver­ fügbarkeit weiblicher Körperteile als Objekte des sportlich-männlichen Ehrgeizes.

 

1988

Die Teilnehmerinnen des 11. bundesweiten Medien- frauentreffens sind stolz und glücklich, auch 1988 wieder den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Der Preis geht diesmal an das zdf für die Unterhaltungsshow:

Mutter ist die Beste

Moderatoren: Enrica de Paruta, Ramona Leiß Redakteur: Harald Miller 8.5.1988, zdf, 87'37 Min.

Begründung:

Harald Miller ist mit besonderer Hingabe seinen öffentlich-rechtlichen Muttertagspflichten nachgekommen. Es gelang ihm das Kunststück, uns mit Enrico de Paruta nicht nur einen smarten Präsentator, sondern auch das Idealbild des Mustersohnes vorzuführen; ihm hilfreich zur Seite Ramona Leiß, doppelt qualifiziert als Moderatorin und Mutter.

Die Sendung überzeugte durch die nahezu lückenlose Darstellung von Mütterexistenzen: Starmütter, Bilderbuchmütter, „Mütter mit Courage", Schwiegermütter, selbst Tiermütter, und wurde gekrönt von der Erkenntnis „Danke Gott und sei zufrieden, wenn du noch eine Fernsehmutter hast!"

Die Sendung lehrte uns obendrein: Die Erfüllung unseres Lebens ist und bleibt allein die Mutterschaft. Denn die possierlichen Bilder aus dem Tierreich haben uns überzeugt: was für die Igelin stimmt, kann für uns nicht falsch sein.

Ganz besonderen Dank schulden wir dieser Show, weil sie es in beeindruckender Weise verstanden hat, im bunten musikalischen Bilderbogen die all­zeit bereite Reinmachefrau zu würdigen und mit biederem Glanz zu überziehen. Die neue/alte Bot­ schaft der 50er-, ja sogar der 30er- und 4oer-Jahre ist auch bei uns angekommen: egal ob Spielzeug oder Trümmer- Muttern räumt auf! Das zdf lohnt's mit 90 Minuten zur besten Sendezeit.

Nur einer konnte gewinnen, deshalb geht der Trostpreis an

• den wdr für den Verkehrsspot(t) ,Der 7. Sinn' vom 18.2.1988. Redaktion: H.-Dieter Ebeler. Mit schlüssiger Logik ist es der Redaktion gelungen, das fahrerische Unvermögen von Automobilistinnen darzustellen. Der Hang zu Stöckelschuhen und Lippenstift trübt Frauen den Blick fürs Einparken, Einfädeln und Anfahren am Berg. Dieser Beitrag weist den rechten Weg.

 

1987

Die Teilnehmerinnen des 10. bundesweiten Frauen- medientreffens sind stolz und glücklich, auch im Jubiläumsjahr wieder den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Stellvertretend für die vielen humorigen Einlagen in großen Unter­haltungssendungen geht der Preis an

„Nur für Busse"

speziell für den Sketch „Nachts im Park" Moderator: Jochen Busse Redaktion: Günther Herbst 21.9.1987, sdr, 3'oo Min.

Begründung:

Unter dem Motto „Sketch as Sketch can" ist es Busse und Herbst gelungen, den verborgenen Unterhaltungswert im Thema Vergewaltigung zu entdecken und bravourös herauszuarbeiten. Endlich einmal wurde klargestellt, dass wir Frauen die Triebtäter und die Männer die Opfer sind. Endlich einmal durften (sollten) wir herzhaft über eine Situation lachen, die uns bisher zum Schau­ dern brachte; uns wurden die Augen geöffnet für unsere Omnipotenzwünsche, unsere Sexbesessen­ heit und unsere reale Überlegenheit.

Dankenswerterweise haben sich ein renommierter Autor und ein verantwortungsbewusster Redakteur bereitgefunden, die Problematik „Gewalt gegen Frauen" durch die heitere Aufbereitung einem großen Publikum nahe zu bringen.

Nur einer konnte gewinnen.

Diesmal fiel es uns besonders schwer, ausgerechnet Reinhard Appel und Martin Schulze auf den zweiten Platz zu verweisen. Vorbildlich ihre Ge­ sprächsführung in der Sendung „Drei Tage vor der Wahl" (Elefantenrunde) vom 22.1.1987!!! Als ver­ sierte Moderatoren haben sie gezeigt, wo und wie man unvoreingenommen mit Politikerinnen wie Jutta Ditfurth umgeht.

 

1986

Den Teilnehmerinnen des 9. bundesweiten Medien- frauentreffens ist es auch in diesem Jahr nicht erspart geblieben, den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" zu verleihen. Das Angebot war groß, aber Einer hatte die Nase vorn. Der Preis geht an:

Mike Krüger, den Moderator und

Jochen Filser, den Redakteur der Sendung

„4 gegen Willi"

11.10.1986, br, 9o'oo Min.

Begründung:

Frauen werden übergangen. Das ist nichts Neues. Mike Krüger aber nahm das wörtlich. In seiner Show müssen sich Frauen fallen lassen, damit Männer über sie hinweggehen können. Sie werden in einen Rahmen gespannt und an die Wand gehängt. Die Kandidatinnen werden dabei nicht nur ständig von Mike Krüger angegrapscht, sondern die Highlights der Show werden im wahrsten Sinne des Wortes auf ihrer Haut ausgetragen. Als Höhepunkt des hemmungslosen Treibens musste eine Kandidatin über eine eingeölte, halb nackte komplette Eishockeymannschaft kriechen. (Originalton Krüger: „Die Jungs gucken ganz schön gierig").

So wird Millionen zur besten Sendezeit vorgeführt, wie man mit Frauen umgehen kann.

Nur einer konnte gewinnen, deshalb geht ein Trostpreis an:

• Wolf-Dieter Ebersbach (Südwestfunk),

der in seinem Automagazin „Rasthaus" regel­mäßig mit nackten Tatsachen lockt.

Ein weiterer Trostpreis geht an:

• KarI Joeressen und Pierre Kandorfer (zdf) für die
dreiteilige Bildungssendung am Sonntagnachmittag „Die kleine Filmkunde". Hier wird der Filmamateur mit didaktischem Geschick in die Do-it-yourself-Produktion von Männerphantasien eingeführt.

 

1985

Den Teilnehmerinnen des 8. bundesweiten Medien- frauentreffens ist es nicht schwer gefallen, auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" zu verleihen. Der Preis geht an:

Günther von Lojewski

Moderator und Redakteur des Beitrages über Abtreibung in Report München 18.6.1985, br, 4'38 Min.

Begründung:

Günther von Lojewski ist es wie bisher keinem seiner preisgekrönten Kollegen gelungen, die Problematik um den § 218 mit routinierter Vorein­ genommenheit zu behandeln. Er entlarvt mit patriarchalem Sachverstand und männlichem Einfühlungsvermögen Frauen als das, wofür er sie hält: skrupellose Mörderinnen, denen jedes Verantwortungsgefühl für werdendes Leben fehlt. Eine besonders glückliche Hand hatte er bei der Wahl seines Reporters Robert Franz, der unerschrocken eine der Täterinnen bis zum Operationstisch begleitete und eindringlich interviewte. Mit großer darstellerischer Intensität gelingt es Günther von Lojewski, den eigentlichen Tathergang, die Abtreibung, bildhaft in Sprache zu setzen. Sein glühendes Plädoyer macht es uns endlich möglich, die Probleme von Frauen als egozentrische Gefühlsduselei zu erkennen.

Nur einer konnte gewinnen. Deshalb ging ein Trostpreis an:

• Alexander Niemetz/ZDF für die Redaktion des Frauenmagazins SIE - ein Pilotprojekt von der Funkausstellung - ein flottes Unterhaltungsmagazin, couragiert im Kampf gegen die kommerzielle Konkurrenz. Emanzipatorisch, aber nicht verbissen, servierte es eine bunte Mischung aus Kondom und Küche, aus Scheidung und Schönheit, Mode und Moral.

 

1984

Die Teilnehmerinnen des 7. bundesweiten Medien- frauentreffens sind stolz und glücklich, auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Der Preis geht an:

Günther Nenning Moderator der Talk Show „III nach Neun"

für den Beitrag „Sex-Tourismus" Redaktion: Rolf Tiesler, Wolf Neubauer 9.3.1984, rb, ca. 2o'oo Min. (von 158'31 Min.)

Dieser Moderator, dem es auf verblüffende Weise gelang, die Diskussion um Menschenhandel und Prostitution auf der Ebene eines voyeuristischen Stammtischgesprächs zu führen, schlug alle an­ deren Kandidaten um Längen.

Begründung:

Mit außerordentlichem Einfühlungsvermögen ver­ stand es der Moderator, uns nicht nur in das erotische Geheimnis der Asiatinnen einzuweihen, son­ dern darüber hinaus den europäischen Frauen den Weg aus den Irrungen des Feminismus zu weisen. Mit beeindruckender Offenheit führte Nenning, der von sich sagte, er sei gerne ein „Betthase", seine Potenzprobleme vor. Er ließ keinen Zweifel daran, dass er - wie jeder deutsche Mann - weibliche Demut lästigem Emanzipationsgebahren vorziehe. Schön, dass es noch ganze Männer gibt, deren Blick nicht getrübt wird durch Bagatellen wie Rassismus, Sklavenhandel und die Menschenwürde der Frau. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die sorgfältige redaktionelle Vorbereitung das einzigartige Niveau dieser Sendung erst ermöglicht hat.

Nur einer konnte gewinnen. Dennoch geht ein Trostpreis an:

• Franz Alt (Report Südwestfunk) Ist es ihm doch gelungen, in seinem unermüdlichen Engagement für das ungeborene Leben beharrlich die Konflikte der Frauen außer Acht zu lassen.

 

1983

Die Teilnehmerinnen des 6. bundesweiten Medien- frauentreffens bedauern, auch in diesem Jahr den Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu müssen. Der Preis geht an:

Abtreibung auf Krankenschein

(Aus der Reihe: „Wie würden Sie entscheiden?") Buch: Alexander Fuhrmann Moderation: Gerd Jauch Redaktion: Gerd Jauch 14.11.1983, zdf, 4'32 Min.

Wieder einmal trifft es eine Sendung zum § 218.

Begründung:

Mit der eindeutigen Tendenz, Frauen als Mörder­ innen zu diffamieren, lief diese Sendung zum rechten Zeitpunkt als Begleitmaterial der herrschenden Familienpolitik. Unter dem Vorwand, es ginge um Krankenkassenbeiträge, wurde dem Publikum suggeriert, die soziale Indikation des § 218 werde von den Frauen aus reinem Egoismus missbraucht. Während die wirklichen Nöte von ungewollt schwanger gewordenen Frauen heruntergespielt wurden, entstand ein hehres Gebäude aus doppelter Moral und katholischer Glaubens- doktrin. Mit

 

Begriffen wie „Abbruchtourismus", „Abtreibungs-versicherung" und „zigtausendfacher Tötung" wurde das Medium benutzt, die Frauen zum "rechten Gewissen" zurückzuführen. Der Redaktionsleiter und Moderator Gerd Jauch und sein Autor Alexander Fuhrmann lieferten mit diesem Beitrag ein Paradebeispiel journalistischer Scheinobjektivität. Wie lange noch dürfen Männer sich solch wichtiger Frauenprobleme derart unsensibel und heuchlerisch bemächtigen?

Ein Trostpreis wurde in diesem Jahr nicht vergeben, aber dessen würdig erschienen den Frauen des 6. bundesweiten Medienfrauentreffens zahllose Beiträge der neueren Programmentwicklung in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Ob es sich um das altvordere „Trotzköpfchen" handelt oder um die nackten Frauenbrüste als Krönung des wdr Jugendabends, überall heißt es: Zurück in die alten Schranken. Das Damals wird beschworen, von der Kindererziehung bis zum altbekannten Sexis­ mus. Die Situation der Frauen in den Medien wurde dokumentiert in der Jubiläumssendung der lo.ooosten Tagesschau vom 14.8.1983, wo Frauen im wahrsten Sinne des Wortes nicht gefragt waren.

 

1982

Die Teilnehmerinnen des 5. bundesweiten Medienfrauentreffens sind stolz und glücklich, auch in diesem Jahr den begehrten Wanderpreis „Saure Gurke" verleihen zu können. Der Preis geht an:

Götter in Weiß...?

(Aus der Reihe: „Die Frau an seiner Seite") Buch und Regie: Host Cierpka Redaktion: Karla Vortisch 9.7.1982, sfb, 43'oo Min.

Nach mühevoller Entscheidungsfindung ehren wir mit dieser Auszeichnung eine Sendung, die in hervorragender Weise Platz und Aufgabe der Frauen in unserer Gesellschaft beschreibt.

Begründung:

Mit außerordentlicher Unvoreingenommenheit hat der Autor es verstanden, Beispiele weiblicher Lebenserfüllung aufzuspüren. Ergebnis dieser gründlichen Recherche: drei Arztfrauen, die selbstlos die Befriedigung eigener Karrierebedürfnisse zugunsten der beruflichen Erfüllung ihrer Ehemänner hintangestellt haben. Mit großer Einfühlsamkeit, schlichter und unverstellter Interviewtechnik nähert sich der Autor der brennenden Frage nach unser aller Bestimmung und findet - das häusliche Glück. Gerade in unseren Tagen, da die Neuverteilung der Arbeitsplätze den Frauen wieder die Chance bietet, zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückzukehren, ist ein solcher Beitrag nötiger denn je.

Der preisgekrönte Film ist Bestandteil einer Sendereihe, in deren Konzeption er sich nahtlos einfügt. Wir beglückwünschen die Frauenredaktion des sfb-Fernsehen, die mit dieser Reihe ihrer Programm­aufgabe in besonderer Weise gerecht wird. Deshalb unser Glückwunsch auch an die Programmverantwortlichen, die gesamte Reihe in der Vorweihnachtszeit im 3. Fernsehprogramm (Nordkette) zu wiederholen.

Nur einer konnte gewinnen. Deshalb gehen Trostpreise an:

Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle auch eine frühere Trostpreisgewinnerin, die Aspekte-Redaktion (zdf), die nach einem kurzen Zwischenspiel nun wieder vorführt, dass Moderator Mann sein heißt.

 

1981

Die Teilnehmerinnen des 4, bundesweiten Medienfrauentreffens sind stolz und glücklich, zum zweiten Mai eine hervorragende Leistung journalistischen Sachverstandes mit einem angemessenen Preis bedenken zu können. Nach mühevoller Entscheidungsfindung ehren wir mit die5er Auszeichnung eine Sendereihe, die in besonderer Weise die Überflüssigkeit von Frauen im öffentlichen Leben demonstriert. Der Preis geht an:

Die Bonner Runde

Moderation: Johannes Gross Hauptredaktion: Horst Schättle ZDF, 15'00Min.

Begründung:

Frei von aller zu befurchtenderweiblicher Einmischung und Störung präsentiert das ZDF einmal im Monat eine Herren runde, die sich auf immer wiederkehrende und verlässliche Weise der großen Politik dieses Landes annimmt. Politiker und Journalisten führen ein Stuck bundesrepublikanische Realität vor: Der Sachverstand gehört den klugen Männern. Damit bieten Johannes Gross und seine Runde stets die Gewahr für die Präsentation frauenloser Politik, also dafür, die Wünsche und Bedürfnisse von 52% der Bevölkerung fachmännisch behandeln. Für diese frauenlose Sendereihe - exemplarisch für die Behandlung von Politik in bundesrepublikanischen Medienlandschaft- verleihen die Medienfrauen an Johannes Gross und Horst Schättle den Wanderpreis ,,Saure Gurke '81.

Nur einer konnte gewinnen. Deshalb gehen Trostpreise an:

• Manfred Sexauer

für seine unermüdliche Betonung weiblicher Vorzüge in der Unterhaltungssendung „Musikladen" (rb)

• den Tatort „Katz und Mäuse" (sfb)
Drehbuch: Joachim Nottke & Karl-Heinz Knuth
Regie: Eberhard Itzenplitz

Den Herren ist es gelungen, diesen über alle Maßen schlichten Kriminalfilm zu bereichern durch die Charakterisierung zweier Frauen von heute. Die eine: lesbisch, erfolgreich und skrupellos, die andere: hübsch, anschmiegsam und anstellig.

Anmerken möchten wir an dieser Stelle noch, dass wir mit Genugtuung einen ersten Erfolg auf die Preisverleihung „Saure Gurke '80" (an den wdr) zur Kenntnis genommen haben. Kürzlich bekräftigte der Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Friedrich Freiherr v. Sell, dass Frauen „...einen anderen, einen besseren und vom Ansatz demokratiegerechteren Zugang zu diesen Wirklichkeiten haben".

 

1980

Die Teilnehmerinnen des 3. bundesweiten Medienfrauentreffens sind stolz und glücklich, nach einem Jahr gezielter Programmbeobachtung eine hervorragende Leistung journalistischen Sachverstandes mit einem angemessenen Preis bedenken zu können. Nach mühevoller Entscheidungsfindung ehren wir mit dieser Auszeichnung eine Sendung, die sich in besonderer Weise der Belange der Frauen angenommen hat. Der Preis geht an:

Das Streitgespräch § 218

Moderation: Theo M. Loch Redaktion: Johannes Kaul

Gesprächsteilnehmer: Joseph Kardinal Ratzinger und Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel 20.12.1979, WDR, 43Pi3 Min.

Begründung:

Frei von aller bei diesem Thema zu befürchtender Emotionalität verhandelten die drei älteren Herren mit der gebotenen Distanz und Nüchternheit ein Thema, das 17 Millionen Frauen bewegt. Man hob sich von ..individualistischen, bürgerlichen Frauenrechtlerinnen" ab, verlor sich nicht in Frauenschicksalen, sondern diskutierte Dunkelziffern, Rechtsgüter, ,,moralische Vorgange". Selbstkritisch vermerkten die Herren gegen Ende der Sendung sogar, ,,dass hier besonders Frauen zu reden" hatten.

Für diese frauenfreundliche Veranstaltung, exemplarisch für die Behandlung von Frauenthemen in der bundesrepublikanischen Medien-Landschaft, verleihen die Medienfrauen an Theo M. Loch und Johannes Kaul den Wanderpreis ,,Saure Gurke '80".

Nur einer konnte gewinnen, deshalb gehen Trostpreise an folgende (nur knapp unterlegene) Beinah-Gewinner:

• Hansjoachim Kulenkampff für seine altväterlich-charmante, auf keine Anzüglichkeit verzichtende Spielleitung

• Redaktion Aspekte für den Erfolg der letzten Jahre, diese Kultursendung möglichst frauenfrei zu halten

• die beiden Nachrichtensendungen,,Tagesschau" und ,,heute" für die getreuliche Wiedergabe männlicher Macht im öffentlichen Leben